PREISE – wie kalkuliere ich meine Kosten?

Die Preise sind projektabhängig und richten sich nach Textlänge, Verwertung und Wünschen an Aufnahme und Schnitt.
Einen guten Überblick, wie Sprechergagen abgerechnet werden, erhält man durch die jährlich aktualisierte Gagenliste des Verbands Deutscher Sprecher und auf der Website „Sprecherpreise in Deuschland“:

Gagenliste VDS

Sprecherpreise.de

Diese Liste beinhaltet nur die Sprecherhonorare und Verwertungsgagen. Die Kosten für Studio und Schnitt sind hier nicht aufgeführt und hinzu zu rechnen.
Grundsätzlich bieten Sprecher aus dem Home-Studio diese Leistungen aber bedeutend günstiger an, als auswärtige Studios.

KORREKTUREN – was, wenn ich was ändern will?

Korrekturen sind standardmäßig nicht inbegriffen und müssen zusätzlich vergütet werden.

Ausnahmen bilden selbstverständlich eindeutige Fehler des Sprechers, wie z.B. falscher / fehlender Text, Schnitt- und Exportfehler, extrem niedriges / hohes Sprechtempo ohne dass dies gewünscht war, komplett an den Angaben zur Tonalität vorbei gesprochen u.ä.. Hierbei zählen keine nuancierten Interpretationsvariablen (s. „Vision“) als Fehler.

Alle weiteren Korrekturen müssen vergütet werden. Jedoch wird hierfür nur der Arbeitsmehraufwand berechnet. Die Verwertungsgage wird nur einmalig pro Verwertung fällig.

Zu solchen Korrekturen gehören zum Beispiel:

  • nachträgliche Textänderungen oder -ergänzungen
  • Wünsche zu einzelnen Betonungen, Zäsuren, Aussprachen o.ä., die vorher nicht explizit benannt wurden
  • Änderungswünsche in der Tonalität oder dem Sprechtempo

Wenn Sie bereits im Vorfeld von mindestens einer Korrekturphase ausgehen, können Sie diese von vornherein in das Angebot aufnehmen lassen. Hierdurch wird diese etwas günstiger, ist aber in jedem Fall fällig, unabhängig davon, ob diese angefordert wird oder nicht.

Korrekturen gelten als solche, wenn diese binnen 14 Tagen nach Übergabe der Audiodatei/en angefordert werden. Nach Ablauf von 14 Tagen werden diese als neuer Auftrag gewertet und müssen neu verhandelt werden.

Vision – Wie kommuniziere ich meine Wünsche?

Wenn Sie Ihre Sprachaufnahme in Eigenregie vom Sprecher ordern, sollten Sie ihm möglichst konkrete Angaben zur Tonalität machen, z.B.:

  • Adjektive (dynamisch, frisch, jung, cool…)
  • Umschreibungen (richtig fett werblich, „in your face“, die einzelnen Schlagwörter patzig, herausfordernd und frech raushauen, dabei Spaß haben….)
  • ggf. zusätzlich zu allgemeinen Hinweisen, für einzelne Passagen, weitere in den Text mit aufnehmen (Hier Spannung steigern, mehr Druck / Hier etwas verängstigt / Hier erleichtert / Hier flüstern …)
  • Verweis auf ein bestehendes Demo des Sprechers aus einem ähnlichen Segment, bei dem die Tonalität Ihren Wünschen entspricht
    (Wenn Sie z.B. einen werblichen, animierten Erklärfilm vertonen möchten, sollten Sie nicht auf ein Demo verweisen, welches einen atmosphärischen inneren Monolog zum Thema hat, sondern auf ein Projekt mit ähnlichem Stil)
  • Verweis auf ein anderes ähnliches Video, welches Ihren Wünschen an die Tonalität entspricht
  • Zusendung eines Rohschnitts (für einen Eindruck vom Film)
  • Zusendung der Musik (um Stimme und Musik in Einklang zu bringen)

Interpretationen werden immer unterschiedlich ausfallen. Geben Sie 10 Sprechern den gleichen Text und die gleichen Angaben zur Tonalität, werden Sie 10 unterschiedliche Interpretationen erhalten. Keine wird zu 100% Ihrer individuellen Vision entsprechen.

Um kostenaufwendige Korrekturphasen zu vermeiden, empfiehlt es sich deswegen, möglichst konkret zu sein und im Vorfeld abzuschätzen, welche Aufnahmeform für Ihr Projekt und Ihren Kunden geeignet ist (s. „Regie“).

AUFNAHME & SCHNITT – was brauche ich?

Textsauberer Schnitt

Wenn ihr Film noch variabel oder der Text nicht sehr eng ist, reicht oftmals ein textsauberer Schnitt aus. Hierbei spricht der Sprecher den Text, schneidet danach Versprecher, Atmer und Störgeräusche raus und übergibt eine Audiodatei.
Diese müssen Sie dann selbst unter den Film legen und die Pausen strecken / kürzen oder alternativ die Bilder an die Audiodatei angleichen.

Synchronsprechen und Synchronschnitt

Ist Ihr Video final und kann nicht mehr geändert werden und/oder der Text muss eins zu eins auf die Bilder gesprochen werden, benötigen sie Synchronsprechen und einen Synchronschnitt. Dies ist zeitaufwendiger und entsprechend etwas teurer.
Hierfür benötigt der Sprecher ein Layoutvideo mit gesprochenem Text oder klare Timecodeangaben im Script, für die zeitliche Orientierung.

Bitte beachten Sie, dass der Text von der Länge her passt! Textlängen werden oft unterschätzt.

Eine grobe Orientierung:
900 Zeichen (inkl. Leerzeichen, Abkürzungen und Zahlen ausgeschrieben) entsprechen ca. einer Minute gesprochenem Deutschem Text in normalem Sprechtempo.

Noch gröber:
120 Wörter entsprechen ca. einer Minute gesprochenem Deutschem Text in normalem Sprechtempo.

Sie können diese Problematik im Vorfeld vermeiden, indem Sie den Text einmal selbst in gewünschter Betonung und Tempo, auf das Video sprechen und sehen, ob er passt.

Neue Sprachversion / Übersetzte Videos

Wenn Ihr Text auf ein bereits bestehendes Video einer anderen Sprache gesprochen werden soll, achten Sie bei der Übersetzung auf die Textlänge. Deutsche Texte sind meist länger als fremdsprachige. Ggf. müssen die Texte leicht verändert werden, um sie dem Video anzupassen oder das Video muss der neuen Textlänge angepasst werden.
Von einem Vergleich der Zeichenanzahl vom originalen Script (z.B. Englisch) mit dem Deutschen Script ist abzuraten, da in vielen Sprachen sehr viele Zeichen nicht mitgesprochen werden, während im Deutschen meist alle Zeichen und Silben komplett gesprochen werden.

Lippensynchrones Sprechen und Schneiden

Muss Ihr Text auf die Lippenbewegung eines Menschen oder einer animierten Figur gesprochen werden, benötigen Sie lippensynchrones Sprechen (und Schneiden). Dies biete ich aus meinem Home-Studio nicht an, komme dafür aber gerne in ein auswärtiges Studio.
Für lippensynchrone Aufnahmen wird eine Synchronübersetzung benötigt. Diese beachtet nicht nur den Inhalt sondern auch das Timing und die Pausen / Atmer.

Selbst schneiden

Natürlich können Sie auch mehrere, ungeschnittene Takes ordern und sich selbst ihre eigene Version zusammen schneiden. Hierdurch haben Sie eine größere Gestaltungsfreiheit, aber auch mehr Arbeit.

Tonbearbeitung

Tonbearbeitung ist standardmäßig nicht inbegriffen und wird meist vom Auftraggeber selbst (oder einem seiner Kooperationspartner) durchgeführt. Die Aufnahme, welche Sie erhalten, wird in einer gedämmten Sprecherkabine aufgezeichnet und bietet einen trockenen, sauberen Klang ohne Hall. Diese Aufnahmen müssen für eine professionelle Produktion im Nachhinein mit Equalizern, Filtern uvm. bearbeitet werden, um sie dem Verwendungszweck anzupassen. Dadurch werden Sie (je nach Filter) z.B. weicher, fetter, werblicher, halliger, runder, elektronischer, lauter…

Eine detaillierte Tonbearbeitung beschäftigt sich darüber hinaus mit Details, wie einzelnen Konsonanten, die z.B. zu stark gestoßen wurden, verschluckt sind, sowie Schmatz- und Knacklauten im Mundraum uvm.

Wenn Sie die Tonbearbeitung in-house nicht durchführen können / wollen, kann ich diese über meinen Kooperationspartner Sonic Sparks im Komplettpaket anbieten.

REGIE – was für Ansprüche habe ich / mein Kunde?

Eigenregie

Ist das Budget eng oder der Anspruch an Nuancen nicht allzu groß, reicht es meist, dass der Sprecher in Eigenregie aufzeichnet und schneidet. Hierfür sollten ihm vorab konkrete Angaben zu Tonalität und Sprechtempo gegeben werden (s. „Vision“).

Live-Recording-Session

Haben Sie / Ihr Kunde einen größeren Anspruch an bestimmte Nuancen, wie dieses oder jenes Wort gesprochen werden soll, wo eine Zäsur gesetzt werden soll usw., ist es ratsam, an der Aufnahme teilzunehmen, um spätere Korrekturphasen zu vermeiden. Hier können Sie sich z.B. per Skype oder SLP in die Aufnahme dazu schalten und Input geben, Varianten ausprobieren uvm.
Diese Live-Session kann ggf. etwas teurer sein, als eine Aufnahme in Eigenregie, die erzielten Ergebnisse liegen jedoch, durch die direkte Einflussnahme, bedeutend näher am gewünschten Ergebnis.

Treffen im Studio vor Ort

Das Treffen im Studio vor Ort, mit dem Kunden, der Produktion und einem Audio Engineer, der die Aufnahme leitet, ist die beste (und natürlich teuerste) Möglichkeit die perfekte Audioaufnahme für das eigene Projekt herzustellen, da alle Beteiligten anwesend sind, diskutieren und ausprobieren können und im Anschluss den Schnitt mitgestalten. Auch der Sprecher kann sich ganz auf seine Aufgabe konzentrieren, da er nicht parallel die Aufgaben der Regie und des Audio Engineers ausführen muss.

AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Nachfolgend finden Sie die AGB gültig für die Zusammenarbeit mit Anni Sultany als Sprecherin, welche Sie hier auch als PDF herunterladen können.

Grundsätzlich gilt: mit der Bezahlung der Sprachaufnahme gehen die Verwertungsrechte auf den Auftraggeber über; jedoch ausschließlich im vereinbarten Rahmen und zum vereinbarten Zweck. Die Abgeltung der Sprachaufnahme begründet keinen Konkurrenzausschluss. Totale Exklusivität (z.B. keine andere Werbung des Sprechers für einen bestimmten Zeitraum) oder Produktexklusivität (z.B. keine andere Kaffeewerbung für einen bestimmten Zeitraum) kann jedoch gegen ein im Einzelfall auszuhandelndes Zusatzhonorar vereinbart werden. Die Exklusivitätsvereinbarung bedarf der Schriftform.

Im Einzelnen:

INDUSTRIEFILME

Unter den Begriff Industriefilme fallen Imagefilme, Produktpräsentationen, Lehr- und Sachfilme, technische Filme, Schulungsvideos etc. Diese sowie Sprachteile daraus dürfen ohne Genehmigung des Sprechers nicht zu einem anderen als dem vereinbarten Zweck verwendet werden und vom Auftraggeber nur einem definierten und begrenzten Zuschauerkreis vorgeführt und in keinem Massenmedium veröffentlicht oder dort zu Werbezwecken eingesetzt werden.

FERNSEH- UND HÖRFUNKBEITRÄGE

Es gelten nicht automatisch die AGB der Rundfunk- und Fernsehanstalten, maßgeblich ist die Individualabrede der Parteien. Sofern keine einzelvertragliche Regelung getroffen wurde, gelten die nachstehenden Bedingungen sinngemäß.

WERBELAYOUTS (FUNK-, TV- und KINO-LAYOUTS)

Mit der Bezahlung eines Layouts erhält der Auftraggeber das Recht, die Sprachaufnahme für interne Präsentationen und Markttests zu verwenden. Im Layoutstadium ist es dem Auftraggeber ferner gestattet, eine beliebige Anzahl von Motiven aus dem Sprachmaterial zu erstellen. Die Layouts dürfen jedoch keinesfalls ohne Genehmigung ausgestrahlt oder anderweitig einer breiten Öffentlichkeit z.B. zu Werbe-, Informations- oder Verkaufszwecken zugänglich gemacht werden. Für den Fall der Ausstrahlung ist zusätzlich zum Layouthonorar ein Verwertungshonorar fällig. Dasselbe gilt für jeden einzelnen Fall der Verwertung von Teilen eines Layouts.

REINE WERBESPOTS (FUNK-, TV- UND KINO-REINAUFNAHMEN)

Mit der Bezahlung eines einzelnen Spots erhält der Auftraggeber das Recht zur Ausstrahlung des jeweiligen Spots innerhalb des vereinbarten Ausstrahlungsgebiets, mittels des vereinbarten Mediums, beschränkt auf die BRD für die Dauer eines Jahres, gerechnet ab dem Produktionsdatum der Ausstrahlungsmedien (z.B. Sendekopien) oder spätestens ab der ersten Verwertung (Nutzung /Veröffentlichung).

Mit den Ausstrahlungsrechten für die Bundesrepublik Deutschland erhält der Auftraggeber auch das Recht zur Ausstrahlung in denjenigen europaweit zu empfangenden Sendern, die ihren Sitz in Deutschland haben.

Für Ausstrahlungen in Sendern, deren Sitz nicht in der BRD liegt (z.B. MTV etc.), bzw. für jedes weitere Land (z.B. Österreich, Schweiz etc.), wird ein weiteres Verwertungshonorar jeweils für das entsprechende Medium fällig. Verwendet der Auftraggeber einen Spot oder (Sprach-) Teile eines Spots zur Herstellung eines anderen oder neuen Funk, TV- oder Kinospots, so wird jeweils ein weiteres Verwertungshonorar fällig; gleiches gilt für den Wechsel von einem zum anderen Medium (z.B. wenn aus einem Funkspot oder Teilen daraus ein Kinospot wird) und / oder bei der Inanspruchnahme neuer Medien wie dem Internet, Multimediaanwendungen etc.

Entsprechendes gilt für die Produktion und Ausstrahlung von sogenannten Sales-Videos, Industriefilmen, Ladenfunk, öffentlichen Veranstaltungen etc., wenn diese über ein anderes oder eines der neuen Medien ausgestrahlt oder veröffentlicht werden. Bei der Produktion und Verbreitung von Videos, CD-ROM und anderen Multimediaanwendungen, die zum Kauf angeboten oder zu Werbezwecken eingesetzt werden, sind zusätzlich -abhängig von der Auflagenhöhe – gesonderte Verwertungshonorare fällig.

Eine besondere Stellung im Preisgefüge nehmen regelmäßig nur die Hörfunkspots für Lokal- oder Regionalsender ein: hier ist das Veröffentlichungshonorar günstiger, da das Ausstrahlungsgebiet strikt beschränkt ist. Ein Lokalfunkspot deckt die Ausstrahlung in beliebig vielen Sendern einer einzigen Stadt ab; gemeint ist hier ein eng begrenzter Raum in der Größe eines Landkreises. Ein Regionalfunkspot liegt vor, wenn die Ausstrahlung in mehr als einem einzigen Lokalbereich erfolgt und gilt bis zur Ausstrahlung in beliebig vielen Sendern eines einzelnen Bundeslandes.

Ein nationaler Funkspot liegt dann vor, wenn der Spot in mehr als einem einzigen Bundesland ausgestrahlt wird.

Für jedes weitere Land außerhalb der BRD wird ein weiteres nationales Verwertungsrecht fällig.

TEXTE

Der Sprecher behält sich vor, Texte bei Erhalt nach eigenem Ermessen abzulehnen, wenn ihm diese ethisch als nicht vertretbar scheinen. Die Entscheidung des Sprechers ist unantastbar. Die Ablehnung eines Textes muss sofort, spätestens jedoch binnen 24 Stunden nach Erhalt, durch den Sprecher bekannt gegeben werden. Ein einmal vom Sprecher angenommener Text kann nicht nachträglich abgelehnt werden, es sei denn es sind zwischenzeitlich erhebliche Ereignisse eingetreten, die diese Entscheidung bedingen.

HONORARE

Für die Höhe der einzelnen Honorare gilt, soweit nicht eine gesonderte Honorarvereinbarung in schriftlicher Form (Email ist ausreichend) getroffen wurde, die jeweils aktuelle Preisliste des Sprechers, die jederzeit angefordert werden kann und in den Produktionsstudios zur Einsichtnahme bereitliegt.

Das Honorar ist sofort und ohne Abzüge bei Rechnungsstellung fällig und bis spätestens 30 Tage nach Rechnungsstellung zu begleichen.

Für den Fall, dass ein Produktionstermin vom Auftraggeber nicht eingehalten werden kann, so wird ein Ausfallhonorar in Höhe von 40% des individuellen Honorarindex zur Zahlung an den Sprecher fällig; es sei denn, der Auftraggeber sagt die Produktion rechtzeitig, das heißt werktags bis 18 Uhr, mindestens 18 Stunden vor dem vereinbarten Termin, ab. Kann der Sprecher einen verabredeten Produktionstermin aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen, wie z.B. Krankheit oder höherer Gewalt, deren Nachweis er auf Anforderung erbringen muss, nicht einhalten, so haftet er nicht für etwa damit verbundene Kosten des Auftraggebers.

Eindeutig vom Sprecher zu vertretende Fehler (z.B. Aussprachefehler) müssen innerhalb von 14 Tagen nach der Abnahme gemeldet werden. Innerhalb dieser Frist werden Korrekturen ohne gesonderte Berechnung durchgeführt. Nach Ablauf von 14 Tagen wird dem Auftraggeber bei Korrekturen ein Honorar für eine Neuaufnahme berechnet.

Wurde eine Sprachaufnahme durch den persönlich anwesenden oder live hinzugeschalteten Auftraggeber oder einen von ihm Beauftragten abgenommen, können nach dieser Abnahme keine Mängelrügen (wegen vom Sprecher zu vertretender Fehler) mehr erhoben werden. In einem solchen Fall gilt eine Korrektur der ursprünglichen Aufnahme als neu zu honorierende Aufnahme.
Muss ein Text nach Abnahme aufgrund von Textänderungen neu aufgenommen werden, gilt dies ebenfalls als neu zu honorierende Aufnahme.

INFORMATIONSPFLICHT

Der Auftraggeber ist verpflichtet, dem Sprecher vor der ersten Ausstrahlung mitzuteilen, wann eine Sprachaufnahme, ein Layout und / oder ein Spot, sei es im Original oder in abgeänderter Form, mittels des ursprünglich vereinbarten oder eines anderen Mediums oder eines der neuen Medien, innerhalb eines neuen Gebietes (z.B. lokal, regional, national, international), innerhalb eines bestimmten Zeitraums gesendet wird. Sollte der Auftraggeber diese Informationen in begründeten Ausnahmefällen nicht rechtzeitig geben können, muss er sie dem Sprecher in jedem Fall spätestens binnen 10 Tagen nach der Erstausstrahlung nachreichen.

Kommt der Auftraggeber dieser Informationspflicht nicht fristgemäß nach, so kann der Sprecher 10 % Zinsen p.a. aus dem Rechnungsbetrag für die Zeitspanne verlangen, die zwischen dem Zeitpunkt, an dem die Information fällig war (spätestens 10 Werktage ab Ausstrahlung), und dem Tag, an dem der Sprecher von der Ausstrahlung erfährt, vergangen ist. Das Recht, im Falle des Zahlungsverzuges nach Rechnungserteilung, Verzugszinsen zu verlangen, bleibt davon unberührt.

VERTRAGSVERLETZUNG

Im Falle eines Verstoßes gegen die Informationspflicht oder bei Verwendung oder Verbreitung einer Sprachaufnahme, eines Layouts oder Spots entgegen der Vereinbarung, z.B. über den vereinbarten Zeitraum, Bereich, über das vereinbarte Medium hinaus, verpflichtet sich der Auftraggeber – unbeschadet der Verpflichtung zur Zahlung des entsprechenden Verwertungshonorars – für jeden Fall der Zuwiderhandlung unter Ausschluss der Annahme des Fortsetzungszusammenhangs, eine Vertragsstrafe in Höhe des 4-fachen Verwertungshonorars an den Sprecher zu zahlen. In gleichem Maße haftet der Auftraggeber für Verstöße, die von auf seine Veranlassung an der Produktion beteiligten Dritten verursacht werden.

HAFTUNG

Der Sprecher haftet nicht für den Inhalt der Produktionen.

GELTUNG DER AGB

Die vorstehenden AGB gelten mit Auftragsvergabe an den Sprecher als vereinbart, im Übrigen gelten nicht automatisch die AGB des Auftraggebers.

ANZUWENDENDES RECHT/GERICHTSSTAND

Für diese AGB und die gesamten Rechtsbeziehungen zwischen den Vertragsparteien gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand ist der Wohnsitz des Sprechers.

SCHLUSSBESTIMMUNG

Sollte eine Klausel in diesen AGB oder eine Bestimmung im Rahmen sonstiger Vereinbarungen unwirksam sein oder werden, so wird hiervon die Wirksamkeit aller sonstigen Bestimmungen oder Vereinbarungen nicht berührt.

Letzte Überarbeitung: August 2018 „Texte“